BLS – Basic Life Support

Als Basic Life Support (BLS) bezeichnet man die Sicherung der lebenswichtigen Funktionen Atmung und Kreislauf bzw. die Reanimation im Rahmen der Ersten Hilfe (als lebensrettende Sofortmaßnahmen in Notfallsituationen), mittels Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung oder Mund-zu-Nase-Beatmung. Diese Maßnahmen sollen die Zeit bis zur Anwendung erweiterter Therapiemaßnahmen überbrücken, ohne dass lebenswichtige Organe des Patienten irreversibel geschädigt werden. Dies betrifft vor allem das Gehirn, welches durch Sauerstoffmangel schon nach wenigen Minuten Schäden nimmt. Der durch die Basismaßnahmen erzielbare Blutfluss entspricht bestenfalls etwa einem Drittel des gesunden Kreislaufes. Die Basismaßnahmen können von einem oder auch zwei Helfern durchgeführt werden. Das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung ist davon unabhängig

Der Basic Life Support kann und sollte von jedermann – auch von nicht-professionellen Helfern („Laien“) – durchgeführt werden!

Die Basismaßnahmen lassen sich in drei einfache Schritte unterteilen:

  1. Prüfen: Prüfen, ob die bewusstlose Person reagiert (z. B. durch Schütteln an der Schulter), Überprüfen der Atmung: Keine oder keine normale Atmung (z. B. Schnappatmung, Röcheln)?
  1. Rufen: Um Hilfe rufen – umstehende Personen einbinden und den Notruf absetzen
  1. Drücken: Fest und schnell (etwa 100 Mal pro Minute) in die Mitte des Brustkorbes drücken

Wenn möglich sollte eine Mund-zu-Mund-Beatmung oder Mund-zu-Nase-Beatmung durchgeführt werden: 30 Mal drücken und danach zweimal beatmen. Mit der Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und das Gehirn mit Sauerstoff versorgen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann die Überlebenswahrscheinlichkeit so entscheidend erhöht werden. Denn bereits nach drei Minuten wird das Gehirn nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt – es treten unwiderrufliche Schäden auf.