AED – Automatisierter Externer Defibrillator

Ein AED (ugs. Laiendefibrillator oder Defi), ist ein Automatisierter Externer Defibrillator zur Behandlung von defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen durch Abgabe von Stromstößen. Im Gegensatz zu Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst oder Kliniken sind AEDs wegen ihrer Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet.

Man unterscheidet zwischen vollautomatischen und halbautomatischen AEDs.  In der vollautomatischen Bauweise gibt das Gerät den Elektroschock unter ständiger Überwachung der Schockvoraussetzungen eigenständig ab, während in der halbautomatischen Bauweise der Anwender die Schocktaste innerhalb eines definierten Zeitraums drücken muss und damit auch die Verantwortung für die Einhaltung der Schockvorausetzungen hat. Wird ein nicht schockbarer Rhythmus erkannt oder liegen die Messwerte unter den gerätespezifischen Asystoliegrenzen,  wird die Defibrillation nicht freigegegeben.  Alle zwei Minuten erfolgt eine Anweisung, den Patienten nicht zu berühren, um eine erneute EKG-Analyse und unter Umständen einen erneuten Schock zu ermöglichen.

Der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) durch Laien im Rahmen der Ersten Hilfe ist rechtlich unbedenklich. Im Notfall – sprich im rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) – darf ein AED auch von nicht eingewiesenem Personal bedient werden. In der Praxis allerdings trauen sich nur sehr wenige Ersthelfer ohne Übung diese Chance zu nutzen.

Grundsätzlich ist ein AED ein aktives Medizinprodukt, d. h. für die Organisation im Rahmen der betrieblichen Erste-Hilfe sind das Medizinproduktegesetz (MPG) und die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) maßgeblich.